Wenn Sie schon öfters mit italienischen Geschäftspartnern zu tun hatte, haben Sie wahrscheinlich bereits bemerkt, dass die meisten Italiener Pünktlichkeit nicht übermäßig schätzen.

Ja, sie empfinden sie manchmal sogar als störend und kommen oft zu spät.

„Fünf Minuten vor der Zeit, ist des Deutschen Pünktlichkeit“

Ich habe selbst Zeit gebraucht, bis ich verstanden habe, dass man hierzulande nicht pünktlich sondern 5-15 Minuten vor der Zeit ankommen muss, wenn man den Anfang einer Veranstaltung mitbekommen möchte.    Italienische Pünktlichkeit

Zwar gilt Pünktlichkeit auch in der italienischen Geschäftswelt als Ausdruck von Vertrauenswürdigkeit, allerdings ist in Italien die Toleranzgrenze höher als in Deutschland.

Regionale Unterschiede

Anders als hier zu Lande werden in Italien 15 bis 30 Minuten Verspätung meistens akzeptiert.

Interessanterweise je weiter man in den Süden des Landes vordringt, desto entspannter werden die Umgangsformen und desto weniger spielt Zeit eine Rolle:

In der Tat kann man in Norditalien mit Anstand 20, in Rom 30 und in Neapel 45 Minuten später als verabredet zu einem Termin kommen. Es ist aber auch hier höflich kurz anzurufen, um die Verspätung zu signalisieren.

Es ist gleichermaßen zu beobachten, dass Unternehmen aus den südlichen Regionen Italiens eine entspannte Einstellung nicht nur zur Pünktlichkeit bei Gesprächsterminen sondern auch zur Zahlungszielen haben.

Übertriebene Pünktlichkeit als Zeichen mangelnder Flexibilität

Übertriebene Pünktlichkeit kann von italienischen Geschäftspartnern mitunter als ein Zeichen mangelnder Flexibilität und Gelassenheit aufgenommen werden.

In der Tat wird es von Wissenschaftlern angenommen, dass der Umgang mit der Zeit nicht nur Auskunft darüber gibt, wie pünktlich die Menschen in einer Kultur sind, sondern auch wie sie mit unvorhergesehenen Situationen umgehen können.

Das deckt sich mit meinen Erfahrungen beim Zusammenwirken von Deutschen und Italienern:
Während deutsche Geschäftspartner alles Monate, wenn nicht Jahre vorher präzis planen und organisieren, um jede Art von unvorhergesehenen Problemen zu vermeiden, pflegen die Italiener sich der Organisation einer Veranstaltung mit Pragmatismus und Improvisationskunst oft eher zeitnah anzunehmen und beweisen immer wieder, dass sie Krisensituation mit Kreativität meistern können.

Und das führt manchmal – wie könnte es anders sein – zur Spannungen und Diskussionen und wir Dolmetscher stehen dann plötzlich „mitten zwischen den Fronten“. Aber gerade dieser Aspekt der Vermittlung zwischen den Kulturen ist einer der Gründe, weshalb ich meinen Beruf liebe.

Damit Ihr Projekt in Italien ein Erfolg wird, brauchen Sie nicht nur Geduld und Flexibilität, sondern auch einen Dolmetscher, der beide Kulturen sehr gut kennt und Ihnen hilft, den bekannten „Tretminen“ in der interkulturellen Kommunikation aus dem Weg zu gehen.

Wenn Sie dazu Fragen haben, rufen Sie mich an! Ich stehe Ihnen gerne für eine unverbindliche Beratung zur Verfügung.

Dipl.Dolmetscherin Gabriella Moretti – Tel. 0611-370128 – E-mail: mail@gabriella-moretti.de
Ihr Dolmetscher und Übersetzer für Italienisch in Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und anderswo

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